Migrationskonferenz 2017

Einwanderungsstadt Hannover im Dialog

MiSO-Konferenz 2017 verabschiedet Forderungskatalog an die Politik

Am vergangenen Freitag (24. November) hat die zweite, vom MiSO-Netzwerk organisierte Migrationskonferenz stattgefunden. Im Fokus der Diskussionen: das Thema „Integration und Teilhabe“. Ebenso: Forderungen an die Kommunalpolitik.

„Städte sind Orte von Diversität und Heterogenität“, so MiSO-Vorstand Abayomi Bankole in seiner Eröffnungsrede: „Um das Engagement von Menschen mit Migrationserfahrung sichtbar zu machen, ist es vor allem auch für Kommunen notwendig, in einen Dialog zu treten, entsprechende Handlungsfelder zu identifizieren und gemeinsam Ansätze für Synergien zu entwickeln.“

160 Menschen – davon rund 60 Prozent MigrantInnen – fanden am Freitag, den 24.11.2017, den Weg in den großen Saal des Freizeitheims Vahrenwald.Eingeladen zur Migrationskonferenz 2017 hatte der hannoversche Verein MiSO - das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover. Angeknüpft wurde an die guten Erfahrungen auf der ersten Konferenz im August 2016 im Neuen Rathaus. Im 2012 gegründeten MiSO-Netzwerk sind derzeit 37 zumeist migrantische Organisationen zusammengeschlossen.

„Wir haben ja schon recht viel geschafft“, betonte die städtische Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf zu Beginn der Konferenz. Sie erwähnte neben dem Internationalen Ausschuss des Rates vor allem den bereits 2008 aufgestellten Lokalen Integrations-Plan (LIP). „Wir werden mit dem LIP im kommenden Jahr mit der Stadtgesellschaft in einen neuen und breit aufgestellten Diskussionsprozess gehen“, so Beckedorf. Schließlich sei Hannover „eine Einwanderungsstadt“; von den derzeit rund 540.000 Bewohnern hätten etwa 30 Prozent eine Migrationsgeschichte.

Auf der Konferenz vorgelegt wurde in sieben Sprachen ein Katalog mit 15 Forderungen von insgesamt 25 migrantischen Organisationen. Die Forderungen reichen von verstärkter Beteiligung und Förderung von MigrantInnenselbstorganisationen (MSO) über Verbesserung der Situation von Geflüchteten bis zum kommunalen Wahlrecht und der doppelten Staatsbürgerschaft für Nicht-EU-BürgerInnen.

Adressaten des Katalogs sind Politiker auf kommunaler, auf Landes- und auf Bundesebene, betonte MiSO-Vorstand Peyman Javaher-Haghighi: "Mit dem Forderungskatalog haben wir einen Meilenstein gelegt. Zum ersten Mal in Hannover formulieren so viele MSO ihre gemeinsamen Forderungen und setzen sich in ihrem Netzwerk gemeinsam dafür ein."

„MSO sind Brückenbauer im Integrationsprozess“, formulierte MiSO-Vorstand Ferdos Mirabadi auf der anschließenden, von Irmhild Schrader moderierten Podiumsdiskussion zum Thema „Integration und Teilhabe“. Der Politikwissenschaftler Prof. Axel Schulte (Leibniz Universität) bezeichnete das Recht auf politische Teilhabe als „integralen Bestandteil der Demokratie und der Menschenrechte“. Es sei „für Prozesse der Integration von zentraler Bedeutung“.

Resa Deilami (Region Hannover) stellte die Notwendigkeit einer „interkulturellen Öffnung“ heraus, auch in der öffentlichen Verwaltung. Hier gäbe es bei Stadt und Region schon viele positive Veränderungen: „Darauf können wir stolz sein“. Deilami betonte den Prozesscharakter: „ Integration ist nicht das Ziel, sondern der Weg“. Vorstand Ümit Koçan (Dortmund) vom Bundesverband NEMO assistierte: „Hannover ist auf einem guten Weg, ein besseres Integrationskonzept zu entwickeln.“


Im Foyer des Freizeitheims gab es einen „Markt der Möglichkeiten“: ein rundes Dutzend MSO hatten dort schon zu Beginn der Veranstaltung Informationsstände aufgebaut. Zwischendurch gab es dort auch einen leckeren Imbiss aus der Küche des Hauses. Zum Abschluss der Konferenz wurden einige Themen in Workshops vertieft. Die Bilanz: Es ist wichtig, die Diskussion fortzusetzen.

(wobe)

MiSO e. V.
Bewerbungen zur/zum Kauffrau/-mann für Büromanagement bis zum 31. Mai 2019
10.01.2019
Kaufleute für Büromanagement organisieren und bearbeiten bürowirtschaftliche Aufgaben.

Kaufleute für Büromanagement erledigen kaufmännische Tätigkeiten in Bereichen wie Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Rechnungswesen, Marketing und Personalverwaltung.

Wichtig sind uns gute Kenntnisse in Mathe, Deutsch und Englisch. Fremdsprachenkenntnisse - gern auch in außereuropäischen Sprachen - sind von uns erwünscht.

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Ausbildungsbeginn: 1. August 2019
Ausbildungszeit: 3 Jahre (bei Vorliegen der Voraussetzungen ist eine Verkürzung und eine Teilzeitausbildung möglich)
Voraussetzungen: gute Kenntnisse in Mathe, Deutsch und Englisch und eventuell in weiteren Sprachen

Bewerbungsschluss: 31. Mai 2019

Bei Interesse bitte wenden an:

Jan-Egil Gubenis

MigrantInnenSelbstOrganisationen (MiSO)-Netzwerk Hannover e.V.

Mengendamm 12 30177 Hannover

E-Mail: ausbildung@miso-netzwerk.de
Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Das Ziel ist die Förderung des ehrenamtlichen Engagements. Die LeiterInnen sollten aufgeschlossen sein und gerne mit Menschen arbeiten.
13.12.2018
Für das Projekt „Move it“ suchen wir (die Initiative für internationalen Kulturaustausch e.V.) für das kommende Jahr noch Gruppenleiter*innen für ein Angebot im Bereich „Selbstkompetenz“ (Potentialanalyse) und ein Angebot im Bereich „Medienkompetenz und Meinungsfreiheit“..

Das Workshop-Angebot wird ein- bis zweimal monatlich stattfinden und es ist ein Honorar vorgesehen.

Bei Interesse gerne anrufen oder eine Mail schicken.

Kontakt:

Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Zur Bettfedernfabrik 1

30451 Hannover

Telefon: 0511/ 44 04 84

E-Mail: info@iik-hannover.de
Eine Million Rohingya sind vor dem Terror burmesischer Militärs in's Nachbarland Bangladesch geflohen. Dort ist das größte Flüchtlingslager der Welt entstanden. Ein Video über zwei Solidaritäts-Veranstaltungen der IIK, des AK Bangladesch und des MiSO-Netzwerks im Herbst 2018.
13.12.2018
MiSO e. V.
MiSO-Plenum mit anschließendem Winterfest und einem Blumenstrauß für Abayomi Bankole
10.12.2018
Freitag, den 9. Dezember 2018, fand in den Räumen der MiSO-Zentrale am Mengendamm 12 die zweite Mitgliederversammlung dieses Jahres statt. Auf der Tagesordnung des Plenums stand u.a. ein Bericht über die Arbeit der MiSO-Treffpunkte.
Projektleiterin Maria Drozdetskaya zeigte Kinderzeichnungen in Hannover-Mittelfeld
10.12.2018
Jede Ausstellung ist ein kleines Kunstfest. Dieses Eindringen in ein Märchen, das ist die Verwaltung eines Traumes, es ist das Eintauchen in die Welt der kühnen Vorstellungen und der süßen Träume. In unserer schönen Stadt fanden seit mehreren Jahren Ausstellungen von Werken junger Künstler und Teilnehmer des Projekts MDraWing statt.

Der Künstler braucht einen Zuschauer. Die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher geben zusätzliche Impulse für die Entwicklung kreativer Fähigkeiten und stärken das Selbstvertrauen. Dies ist ein mutiger Start in die Welt der Kunst für junge Künstler.

19.01.
Liebe Mitglieder, Unterstützer und Freunde,
wir wünschen Ihnen allen ein frohes und gesundes neues Jahr. Das Jahr 2018 ist vorbei und für das neue Jahr haben wir uns viel vorgenommen. Aus diesem Grund möchten wir gemeinsam mit Ihnen das neue Jahr 2019 einläuten.
Präsentiert von: Ezidische Akademie e. V.
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Ezidische Akademie
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Schulenburger Landstr. 150
30165 Hannover
MiSO e. V.
© Foto: Martin Tönnies
25.01.
Ein Wochenende in Loccum mit jungen Geflüchteten im Alter von 17 bis 27 Jahre
Präsentiert von: MiSO e. V.
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Eintritt: frei, bitte anmelden!
Ev. Akademie Loccum
MiSO e. V.
30.01.
Nach der Migrationskonferenz ist vor der Migrationskonferenz. Wie es 2019 weiter gehen soll, wollen wir in der MiSO-Arbeitsgruppe "Partizipation" diskutieren.
Präsentiert von: MiSO e. V.
16:30 Uhr
Eintritt: nur für MiSO-Mitglieder
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Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

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